Verbrechen

Wochenendrückblick

Erfurt (ots) - Am Freitag stellten Bundespolizisten am Erfurter Hauptbahnhof bei einer 16-jährigen Deutschen geringe Mengen an Betäubungsmitteln fest. Im Zuge der ersten Befragung gab das Mädchen an, das Marihuana von einem Freund bekommen zu haben. Sowohl gegen sie als auch gegen ihren Bekannten leitete die Bundespolizei ein Ermittlungsverfahren wegen Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz ein.

Für kurze Aufregung sorgte am Freitagnachmittag ein herrenloser Rucksack am Bahnsteig 8 des Erfurter Hauptbahnhofes. Nachdem sich per Ausruf kein Besitzer ermitteln ließ, musste ein Sprengstoffsuchhund zum Einsatz gebracht werden. Sein Herrchen gab nach 5 Minuten Entwarnung. Der Rucksack wurde im Anschluss als Fundsache eingestuft und der Deutschen Bahn AG übergeben. jhkddd

Am Samstag beschäftigte ein 29 Jahre alter Deutscher die Beamten. Dieser bestieg in den Abendstunden eine Regionalbahn am Bahnhof Fröttstädt und setzte sich in die Nähe von zwei ausländischen Staatsangehörigen. Kurz darauf kam es zu ersten Pöbeleien. Ein Pärchen beobachtete das Geschehen und bat die namentlich noch unbekannten Personen zu sich. In der weiteren Folge kam es zu ausländerfeindlichen Äußerungen. Ein Reisender machte den Triebfahrzeugführer darauf aufmerksam, der wiederum über seine Notfallleitstelle die Bundespolizei informieren ließ. Als der 29 Jährige den Zug am Haltepunkt Hörselgau verließ, fertigte der Triebfahrzeugführer ein Foto und übermittelte es der Bundespolizei. Bei einer internen Recherche in den polizeilichen Auskunftssystemen konnte der bis dahin noch unbekannte Täter namhaft gemacht werden. Gegen ihn wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Beleidigung und Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen eingeleitet.

Einer Kontrolle musste sich am Sonntag ein 54-jähriger Deutscher unterziehen. Bei der fahndungsmäßigen Überprüfung kam heraus, dass dieser zur Festnahme ausgeschrieben war. Das Amtsgericht Erfurt verurteilte den Mann wegen Erschleichen von Leistungen zu 40 Tagen Ersatzfreiheitsstrafe oder 400 Euro Geldstrafe. Die Summe konnte der 54 Jährige nicht aufbringen, so dass er seine Haftstrafe in der JVA Tonna antreten musste.

Am selben Tag meldete sich eine 22-jährige Frau bei der Bundespolizei in Erfurt, um Anzeige zu erstatten. Die aus Kamerun stammende Frau sei während der Zugfahrt von Neudietendorf nach Erfurt von einem Mann bedroht worden, indem er mit seinen Händen andeutete, ihr die Kehle durchzutrennen. Während der Sachverhaltsaufnahme gab die Frau eine Personenbeschreibung ab, so dass eine Nahbereichsfahndung eingeleitet werden konnte. In der unmittelbaren Umgebung des Erfurter Hauptbahnhofes stellten Bundespolizisten den 34-jährigen Tatverdächtigen. Er muss sich nun wegen Bedrohung verantworten.

Darüber hinaus war die Bundespolizei am Wochenende wieder wegen einiger Fußballspiele im Einsatz. So überwachten Bundespolizisten am Freitag die bahnseitige An- und Abreise von ca. 250 Fans des FC Carl Zeiss Jena. Am Sonntag waren es ca. 30 Fans des BSG Wismut Gera. An beiden Spieltagen verzeichnete die Bundespolizei in ihrem Zuständigkeitsbereich keine strafrechtlich relevanten Sachverhalte.

Am Montag dominierten die Versammlungslagen in Gera das Einsatzgeschehen. Mit einer Vielzahl von Polizeikräften war die Bundespolizei in und um Gera vertreten. Hierbei sicherten die Beamten die bahnseitige An- und Abreise der Versammlungsteilnehmer ab. Im Zuständigkeitsbereich der Bundespolizei wurden insgesamt eine Sachbeschädigung und eine Beleidung registriert sowie 53 Platzverweise nach dem Bundespolizeigesetz erteilt.