Verbrechen

Fußgängerzone Oldenburg: Messerstecherei, ein Toter, zwei geflüchtete Flüchtlinge

Oldenburg (Eigener Bericht). - Junge Mädchen schlendern durch die Fußgängerzone in der Oldenburger Innenstadt. Berufstätige machen schnelle Einkäufe zum Feierabend. Es ist 18 Uhr am gestrigen Mittwoch. Plötzlich streiten sich drei Syrer in der Fußgängerzone. Mindestens einer der Syrer ist bewaffnet: mit einem Messer. Es wird geschrien, die Auseinandersetzung gerät heftiger. Menschen weichen aus. Andere schauen zu. Und dann liegt ein Syrer tot da. Er ist erstochen worden.

Ein Mann flüchtet in Richtung Lappan. Fünf Minuten später ist die Polizei da, bald auch Sanitäter. Passanten sind geschockt. Einer erzählt in der Nordwest-Zeitung: "Dass so etwas in Oldenburg passiert, haben wir uns nicht vorstellen können."

Update: Die Polizei kann einen Tatverdächtigen am späteren Abend fassen. Zeugenaussagen haben geholfen. Ein zweiter Geflüchteter wird kurz darauf ebenfalls festgesetzt. Polizeisprecher Stephan Klatte teilt mit, dass es sich bei den beiden Männern um Flüchtlinge aus Syrien handelt, die in Deutschland um Asyl nachgesucht haben. Die beiden Männer sind 22 Jahre alt. Der Tote war ebenfalls Syrer, 33 Jahre alt. Auslöser des Konflikts könnte ein Streit um den Islam gewesen sein.

Die Illustration ist ein Symbolfoto.