Verbrechen

Sturmgewehr-Attrappe löst Polizeieinsatz aus

Hameln (Eigener Bericht). - Am gestrigen Montag geht ein Notruf bei der Polizei in Hameln ein: Am Weserufer sei in der Nähe des Fähranlegers eine Person, die mit einer Kalaschnikow hantiere, so der Anrufer. Zwei weitere Personen ständen in der Nähe an einem weißen Kleinwagen. Der Anrufer beobachte das Geschehen durch ein Fernglas. - Die Polizei ruft Alarm aus.

Aus zwei Landkreisen rasen mehrere Streifenwagen zum Weserufer. Eine Streife aus Rinteln stoppt in Hohenrode einen weißen Kleinwagen, auf welchen die Fahndungsbeschreibung passt. Insaßen sind drei Personen im Alter von 18 und 16 Jahren. Im Kofferraum des Wagens finden die Streifenbeamten eine Softair-Waffe, die einem G36-Sturmgewehr ähnlich sieht (Foto: Polizei Hameln).

Die Polizei weist darauf hin, dass unbedachtes Hantieren mit Waffenattrappen in der Öffentlichkeit zu unterlassen ist. Die sogenannten Anscheinswaffen sind selbst für ein geschultes Augen aus der Entfernung kaum von echten Waffen zu unterscheiden. Das kann in Zeiten erhöhter Terrorgefahr zu brenzligen Situationen führen. - Gegen den 18-jährigen Kleinwagenfahrer wurde ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet. Er hat womöglich gegen das Waffenrecht verstoßen.