Verbrechen

WannaCry breitet sich weiter aus

Die Schadsoftware WannCry befällt seit Freitagabend Windowsrechner in Deutschland, Europa und der Welt. Es ist ein Kryptotrojaner, der Files auf befallenen Rechnern verschlüsselt und nur gegen Zahlung eines Lösegelds wieder freigibt.

126 Betroffene zahlten bisher rund 30.000 Euro. Die von den Tätern erbeutete Summe ist klein im Verhältnis zum Schaden, der angerichtet wurde. 220.000 Systeme sind bisher betroffen: besonders bei staatlichen Stellen wie Krankenhäusern, Verwaltungen. Auch die Bundesbahn war betroffen. Das Bundeskriminalamt (BKA)hat Ermittlungen eingeleitet.

Anders als die Schadsoftware Locky, die vor einigen Monaten umlief, springt WannaCry von Windowsrechner zu Windowsrechner. Man muss also nicht unvorsichtig einen Email-Anhang anklicken, um eine Verschlüsselung des eigenen Rechners auszulösen. WannaCry befällt allerdings wohl nur Computer, welche die automatische Updatefunktion deaktiviert haben. Hier hilft ein manuell eingeleitetes Patchen.

Die Grafik oben wurde von dem Statistikunternehmen Statista zur Verfügung gestellt.